Donnerstag, 27. Juli 2017

Mit uns ist gut Marillen essen


Weil, Kirschen sind ja keine mehr da. Wie gut, dass sich meine Mama vor zwei Wochen in ihr Auto gesetzt, beim Marillenbauern in der Wachau gach abgebremst und 20 kg allerreifste, zuckersüße Rotbäckchen eingepackt hat. Die hat sie heimgebracht und brav auf ihre dankbaren Töchter aufgeteilt. Seitdem ist viel passiert in meiner Küche: Ich habe Marillenknödel gemacht, Johanna Maiers legendäre Marillenbutter ausprobiert, einen Marillen-Topfen-Strudel gebacken und Marillenmarmelade mit Lavendel eingekocht.


Auch die Mädels von der Initiative Genuss in rot-weiß-rot, nämlich Susi und Sina, haben an die Marille als österreichisches Kulturgut gedacht und zum gemeinsamen Verwerkeln aufgerufen. Ich mache gerne mit! Und serviere euch herrliches Marilleneis mit Haselnusskaramell. Aber aufgepasst, dass ihr die karamellisierten Nüsse nicht gleich auf einen Sitz vernascht …


Marilleneis mit Haselnusskaramell

Dieses Eis ist ein Traum, mehr gibt’s dazu gar nicht zu sagen.

Zutaten für etwa 1 Liter Eis

Für die Eiscreme
500 g reife Marillen
120 g Zucker
1 EL Vanillezucker
2 Dotter
125 ml Milch
200 ml Schlagobers

Für das Haselnusskaramell
30 g Rohrzucker
50 g heißes Schlagobers
30 g Haselnüsse, trocken geröstet und grob gehackt

1. Die Marillen entkernen und grob schneiden. Mit 100 g Zucker und Vanillezucker in einen Topf geben, aufkochen lassen und etwa 7 Minuten köcheln lassen. Mit dem Stabmixer fein pürieren und auskühlen lassen.

2. Den restlichen Zucker mit Dottern, Milch und Obers über Wasserdampf luftig aufschlagen, von der Hitze nehmen und kalt rühren.

3. Das Marillenpüree mit der Oberscreme vermischen und im Kühlschrank gut kalt werden lassen.

4. In der Zwischenzeit für das Karamell den Zucker in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze geduldig schmelzen. Mit heißem Obers ablöschen, mit einem Holzlöffel glattrühren und köcheln lassen, bis die Masse glatt und sämig ist. Die Haselnüsse unterrühren und auskühlen lassen.

5. Die gut durchgekühlte Eismasse in der Eismaschine gefrieren. Sobald sie dickcremig ist, das Karamell flüchtig unterrühren. Die Eiscreme in einen vorgekühlten Behälter streichen und 1 – 2 Stunden im Tiefkühler fest werden lassen.

Das Rezept stammt aus dem Servus Magazin.

Was meine Kolleginnen aus den Marillen gezaubert haben? Mmmh …

Friederike hat Wiener Wäschermädel ausprobiert,
bei Christina gibt’s Hühnerspieße mit Marillen,
Susi hatte auch eine grandiose Idee, nämlich Kriecherl-Marillen-Marmelade
und Verena hat einen Klassiker ausgewählt, der auf keinen Fall fehlen darf: Marillenröster.

Kommentare:

  1. 20 kg !! Marillen, die zu verarbeiten ist eine ordentliche Arbeit...
    die Marillenbutter würde mich auch interessieren und dein Eis mit den Haselnüssen finde ich ganz toll, das probiere ich aus, wenn ich aromatische Marillen bekomme!
    lg

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    1. Ich hab halt auch einige eingefroren und viele haben wir frisch gegessen :-)
      Das Marillenbutterrezept kommt nach meinem Kurzurlaub am Neusiedler See :-)

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  2. Ohhhh!! Das klingt ganzganzganz toll!
    Ichnehm dann mal das Eis :-))

    lg. Sina

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  3. Der ganze Eintrag ist ein Marillengedicht. Leider habe ich hier bisher nur unreife Kanonenkugeln gefunden und hab Marmelade gekocht. Aber ich genieße gerne einfach bei dir mit.

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    1. Oje, na, vielleicht hast du ja noch Marillenglück ... ich wünsch es dir :-)

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  4. Nachdem ich keine Eismaschine habe, schmachte ich einfach nur dein Rezept an. Und bettle um das Marillenbutterrezept von der Johanna Maier. Denkst du, da lässt sich was machen?

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    1. Lustig, wie da alle wie rollige Kätzchen um das Marillenbutterrezept schleichen ... ;-)
      Eh klar lässt sich da was machen ... coming soon!

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  5. Sieht das toll aus! Auf das Marillenbutterrezept freu ich mich übrigens auch schon SEHR!

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  6. Während meiner Studienjahre in Amerika lernte ich die Kombi Haselnuss und Aprikose kennen. Dort in einem Haselnuss Cake (Filbert Pound Cake) und Aprikosen als wenig süsses, geliertes Kompott in Puddingform. Dein Post erinnert mich daran und ich werde diese Kombi wieder einmal zubereiten. Aprikosen (aus dem Wallis) sind dieses Jahr so teuer, dass sie höchstens als Beilage zum Kuchen gehen...
    Gruss Bea

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    1. Das klingt auch für mich ganz nach Nachmachen, liebe Bea :-) Danke für deine Insidertipps!

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